Sonntag, 17. Dezember 2017

Saisonbeginn 2017/2018

Lange gab es hier keinen aktuellen Blogeintrag. Das hat mehrere Gründe, zum einen habe ich in meiner zweiwöchigen Off-Season und dem einwöchigen Wiedereinstieg in das Training die Sozialen Medien etwas in den Hintergrund gerückt, um einmal komplett vom Triathlon abzuschalten. Des Weiteren gab es in dieser Phase und in den darauf folgenden ersten zwei Trainingswochen nicht wirklich was zu berichten. Ich habe mit meinem Coach die letzte Saison analysiert und die nächste bereits geplant. Dann habe ich mir einen neuen Smarttrainer zugelegt um im Winter indoor noch effizienter trainieren zu können. Dann standen auch noch Vorbereitungen für das Trainingslager auf dem Programm. Hierzu aber jetzt ein paar Worte mehr.
In diesem Jahr war ich mit meinem Trainer und 4 weiteren Athleten am 04.12. nach Mallorca geflogen um bei hoffentlich guten Witterungsbedingungen die ersten Grundlagen in allen drei Disziplinen zulegen. Um es vorweg zu nehmen, es ist uns in den 13 Tagen gut gelungen. Das Wetter hat weitestgehend mitgespielt; tagsüber 15-18 Grad; die Regentage waren auch unsere Entlastungstage;-), welche wir dann im Schwimmbad und in unserer Finca oder im Cafe verbracht haben:-);-). Einzig am letzten Tag gab es dann bei einer vier Stunden Ausfahrt einmal eine kurze, aber heftige Schauer, so dass wir unsere ursprüngliche Route etwas änderten. Ansonsten konnten wir alle geplanten Inhalte in den drei Disziplinen nahezu 1:1 umsetzen. Für das Schwimmen hatten wir fast immer unsere eigenen Bahnen im Hallenbad von Alcudia, beim Radfahren auf den im Dezember recht leeren Straßen von Mallorca kamen einige Kilometer und Höhenmeter zusammen und bei den Läufen an der Promeda, Dünen oder in Pinienwäldern hatten wir ebenso gute Bedingungen. Dazu konnte wir für unsere Athletik Einheiten das Fitnessstudio im Schwimmbad nutzen und unsere Yoga- und Mobility-Sessions fanden dann im Wohnbereich der Finca statt :-). Alles in allem ein geglücktes Trainingslager!

Nun heißt es auch für mich letzte Weihnachtsvorbereitungen zu treffen und die Weihnachtszeit zu genießen, auch wenn das Training nach 3 regenerativen Tagen zum Weihnachtswochenende dann schon wieder ordentlich weitergeht!

Dienstag, 31. Oktober 2017

Wettkampfbericht Challenge Forte Village Sardinien

Die Challenge Forte Village auf Sardinien stellte, wie bereits angekündigt, für mich den Abschluss der Triathlonsaison 2017 dar.
Und es war zum Abschluss noch einmal eine richtige harte Nuss, die es zu knacken galt. Da ich frühzeitig angereist war, konnte ich mich mit den Strecken vertraut machen, was definitiv nötig war.
Das Schwimmen am Wettkampftag bestand aus zwei Runden im Mittelmeer. Die Bedingungen waren in der 2. Runde mit etwas mehr Wellen und wir Profiathleten hatten damit zu kämpfen, dass wir in die nach uns gestarteten Agegroupern schwammen, was für beide Seiten sicherlich nicht ideal war. Dennoch bin ich mit meiner Schwimmleistung sehr zufrieden. Mit einem Abstand von ca. 90sek auf die erste größere Gruppe, stieg ich um Position 20 aus dem Wasser. Der Abstand war dieses Jahr auch schon mal 3min, von daher geht der Trend hier klar aufwärts.
Das Rad sollte dann eine windige Angelegenheit werden und erschwerten die Radstrecke, die 1100 Höhenmeter aufwies und ein ständiges Auf und Ab war zusätzich. Nach 20km erfolgte ein etwas längerer Anstieg mit einer drauffolgenden, langgezogenen Abfahrt, ansonsten wie bereits geschildert viele Hügel und kurze Abfahrten an der Küste entlang. Auf dem Rad hatte ich sehr gute Beine und fühlte mich richtig stark und trat so hohe Wattwerte wie noch nie auf einer Mitteldistanz und kam damit ordentlich nach vorne. Lediglich in der Abfahrt verlor ich etwas viel Zeit, aber da ich so einen guten Tag hatte, konnte ich das Ganze wieder zu fahren. D.h. für mich als an den Abfahrtskünsten arbeiten...Trotz der harten Belastung auf dem Rad kam ich recht schnell in meinen Laufrhythmus von KM-Splits zwischen 3.40-50sek/km. Musste jedoch eininge Konkurrenten ziehen lassen, auch weil bei 10km ca. 1min eine Geh- und Dehnpause aufgrund von Seitenstechen einlegen musste, aber auch danach fand ich wieder in den Rhythmus. Auch die Laufstrecke war sehr anspruchsvoll mit rund 200hm und teilweise starken Gegenwind, so dass es auf der 2. Laufrunde nochmal eine Nummer härter wurde. Aber trotz der zwischenzeitlichen Probleme konnte ich das gefühlte Tempo solide durchlaufen, verlor zwar Plätze und bin am Ende mit einer Zeit von 4h11min 17. geworden, was einmal mehr die Härte des Rennen zeigt. Aber dennoch bin ich in dem starken Profifeld damit ziemlich zufrieden, da ich in allen Disziplinen mich immer im Schwellenbereich bewegt habe und alles rausholen konnte, was an dem Tag möglich war. Außerdem hat es Spaß gemacht in so einem qualitativ und quantitativ guten Feld zu „racen“! Des Weiteren war auch die nötige Frische nach der Langdistanz in Barcelona schon wieder da, so dass ich das Rennen einfach nur positiv bewerten kann und stolz bin auf meine Leistung!
Jetzt stehen für mich auch erst einmal 2-3 ruhigere Woche ohne strukturiertes Training an!

Schwimmen Quelle: Sportograf
Bike Course I Quelle: Sportograf
Bike Course II Quelle: Sportograf

Run Course I Quelle: Sportograf
 
Laufen II Quelle: Privat

Finishline I
 Quelle: Sportograf

Finishline II Quelle: Privat

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Noch ein Rennen in der Saison 2017

Nachdem ich mich bereits in der ersten Woche nach dem Ironman Barcelona relativ früh gut erholt gefühlt habe, beschlossen mein Trainer und ich, dass ich noch einmal bei einer Mitteldistanz an der Start gehen könnte. Einfach um die gut Form zu nutzen,aber auch um zu sehen, wie schnell ich eine Langdistanz wegstecken kann. Und so entschloss ich mich dazu mich bei der Challenge Forte Village auf Sardinien anzumelden.Nach einer Regenerationswoche standen noch einmal zwei Woche Training auf dem Plan. Auch diese liefen recht gut, so dass sich Körper und Geist gut auf den Wettkampf vorbereitet fühlen. Das Wetter spielte die letzten zwei Wochen zuhause auch gut mit; die Schwimmform ist da, die Radbeine sind ebenso ganz gut und das Laufen zeigt sich auch wieder deutlich besser und verletzungsfreier als vor Barcelona. Also alles bereit noch einmal für ein gutes Rennen!
Seit gestern bin ich nun auf Sardinien und konnte schon einige schöne Plätze auf der Insel entdecken. Nun heißt es sich bis Sonntagmorgen 8.00 Uhr unter der Sonne Sardiniens gut zu regenerieren und dann noch einmal einen guten Wettkampf abliefern.







Montag, 2. Oktober 2017

Ironman Barcelona

Wie angekündigt sollte der Ironman Barcelona noch einmal ein ordentliches Highlight der Saison werden.
Die Form war gut und bestens eingestellt von meinen Trainern Matthias, Harald und Volker ging es am Mittwochmorgen gemeinsam mit meinem Vater nach Barcelona,bzw. in den Ferienort Callela. Die drei Tage bis zum Wettkampf vergingen relativ schnell und ich sehnte den Wettkampf herbei.
Am Wettkampfmorgen wurde dann meine Vorstartroutine noch von einem Reifendefekt unterbrochen, aber auch das war zu meistern. Aufwärmen und um 8.08Uhr fiel dann für das große und qualitativ gut besetzte Profifeld (div. Ironmansieger und Olympiateilnehmer) der Startschuss. Und so war es dementsprechend eng auf dem Weg zur ersten Boje.  Nach ca.1000m konnte ich mich etwas freischwimmen und sah mich am Ende der Gruppe, kurzer Zwischenspurt und schon war ich mittendrin und ich fand einen guten Rhythmus. Nach gut 3km fiel die Gruppe etwas auseinander aber ich kam dann mit dem vorderen Teil nach rund 50min an Land. Gut gelaufen,wie ich es mir vorgestellt habe. Schneller Wechsel auf's Rad, dann die ersten 3km mit Überholverbot durch die engen Gassen von Callela. Dann bot sich für mich bereits nach wenigen Kilometern auf der welligen Küstenstraße die Chance mit dem Langdistanzeuropameister Joe Skipper mitzufahren.  Da ich was riskieren wollte,tat ich dies und es lief richtig gut, gemeinsam mit einem weiteren Deutschen machten wir uns auf die Verfolgung der schnellsten Schwimmer. Zwei Franzosen waren auch noch dabei,allerdings sehr passiv.  Bei ca.Km 90 stürzte dann Markus Liebelt und Joe und ich machten alleine weiter Tempo und konnten uns absetzen. Zwischen 150-160 km fiel es uns beiden dann aufgrund des Gegenwindes schwer. Mir ging es aber auf dem Rückweg dieser letzten Runden dann noch einmal gut und ich drückte das Tempo bis zu Wechselzone von vorne durch. Nach 4.17std war auch der Radpart Geschichte. Wieder ein schneller Wechsel und ich konnte zunächst eine kurze Lücke auf Joe und einen Spanier reißen, den wir noch eingeholt hatten. Aber nach 2km hatten sie mich wieder überholt und ich lief unbeirrt mein Tempo weiter. Nicht zu früh überzocken,da ich mir unsicher war wie sich das Radfahren nach Laufkilometer 20 auswirkt, war es doch 5min schneller als geplant. 
Der Lauf war dann einfach nur eine Geduldsprobe, ich lief stur mein Tempo ernährte mich gut (wobei ich auch hier ca, 10km mit der Streckenverpflegung zu Recht kommen musste, da mein Vater leider nicht rechtzeitig an der Special Needs Station war. Dennoch lief es weiterhin recht flüssig und ich konnte somit dann noch weitere Athleten überholen und war Anfang der letzten Runde auf Platz 8 vorgekommen. Vorne wurde Horst Reichel etwas langsamer,aber auch für mich kam ab km 35 der harte Part des Marathon. Das flüssige Laufen auf den ersten 3/4 der Strecke, wurde jetzt eher zu einem Kämpfen mit den ermüdeten Oberschenkel,aber ich war sicher dass es diesmal bis ins Ziel reichen wird da ich auch nach hinten ausreichend Luft hatte und auch nichts mehr riskierte. Aber als ich bei km 39 das erste Mal im Rennen auf meine Gesamtzeit schaute und bemerkte,dass es unter 8.20 wird, konnte ich nochmal etwas zulegen. Den Zieleinlauf konnte ich dann so richtig genießen und mit meiner 3.06h auf den Marathon konnte ich sehr gut leben :-). Auch heute kann ich es noch nicht so recht glauben, dass der Wettkampf mit PB in den drei Disziplinen so gut lief und die Gesamtzeit toppt alles. Der 8. Gesamtplatz ist dann eine nette Zugabe! An diesem Wettkampf gibt es sicherlich fast gar nichts auszusetzen, auch wenn es einen perfekten Triathlon nicht gibt! Jetzt erst einmal ein bisschen regenerieren und dann schau ich mal,wie und ob die Saison noch weiter geht! 

Fotos folgen die Tage!

Samstag, 23. September 2017

Ironman Barcelona -One Week out

Nach dem guten Rennen in Finnland stand für mich erst einmal eine ruhigere erste Woche auf dem Plan, in der ich mir Gedanken für den restlichen Saisonverlauf machte. Da mein Schienbein doch relativ lädiert und schmerzhaft war, war erstmal wieder Laufpause angesagt und somit fiel dann die Entscheidung auf den Ironman Barcelona. Dieses Rennen am nächsten Wochenende gab mir ausreichend Zeit um in eine gute Verfassung für einen Ironman zu kommen! Und so konnte ich die letzten vier Wochen auch trotz zum Teil widriger Wetterbedingungen alle geplanten Einheiten zu 100% absolvieren und fühle mich momentan im Schwimmen und Radfahren in einer sehr guten Verfassung. An das Laufen ging ich ganz langsam heran und so ist es nicht verwunderlich, dass meine durchschnittlichen Schwimmumfänge höher als meine Laufumfänge gewesen sind. Jedoch fühle ich mich auch im Laufen trotz weniger Einheiten soweit zuversichtlich und gut vorbereitet für ein gutes und schnelles Rennen! Weitere Infos folgen die Tage!

Montag, 14. August 2017

Challenge Finnland 5. Platz

Nach dem vorzeitigen Aussteigen bei der Challenge Prag vor zwei Wochen war für mich gestern bei der Challenge Finnland in Turku Wiedergutmachung angesagt! Schwimm- und Radform passten im Training seit Wochen gut-sehr gut, aufgrund kleiner Verletzungsprobleme stand jedoch hinter meiner Laufform ein großes Fragezeichen:
Um es vorwegzunehmen, es sprang für mich ein 5. Platz heraus, womit ich ziemlich zufrieden bin!
Das Schwimmen am gestrigen Tage im Hafenbecken von Turku verlief für mich eigentlich wie fast immer, vorne ist eine große Gruppe weg, hart anzuschwimmen fällt mir recht schwer, bringt im Endeffekt aber auch nicht so viel, da ich dann irgendwann alleine herum schwimme. Also hieß es Ruhe bewahren und nach der Hälfte der Schwimmstrecke hatte ich mit der ersten Frau eine Mitschwimmerin. Mit 3,5 Minuten nach vorne stieg ich als 9. Mann aus dem Wasser. Beim Wechsel hatte ich dann mit meinem Helmvisier zu kämpfen bzw. es brach aus der Fassung. Naja, musste es halt ohne gehen. Die ersten Radkilometer waren auch nicht so kraftvoll wie gewünscht, aber als dann Jens Frommhold und Lukas Krämer von hinten heran kamen, bildeten wir sofort eine recht gut funktionierende Gruppe, welche sich im fairen Abstand auf die Verfolgung der Spitzenreiter machte. Die erste 25km Runde fuhr Jens vor (mit 50km/h mit dem Wind und mit knapp 40km gegen den Wind), dann fuhr Lukas eine halbe Runde vor, ehe ich dann endlich meine Beine gefunden hatte und für die restlichen 45km für Zug in der Gruppe sorgte. So konnte ich mich etwas lösen und als 4. auf die Laufstrecke wechseln. Nur noch 2,5 Minuten nach vorne, ca. 40sek nach hinten. Da ich nicht gerade einen Blitzwechsel hinlegte und auch mein erster KM recht langsam war, verlor ich Platz 4. recht schnell, lies mich aber nicht verrückt machen, da es mein Plan war stur mein Tempo zu laufen, auch wenn ich zunächst Boden verliere. Und heute ging der Plan dann einmal auf! Jens bekam Probleme und bei ca. Km 10 war ich auf Platz 5. Von hinten holte jedoch ein Tscheche massiv auf und auch mein Trainer Matthias Knossalla war mit ca. 90 hinter mir auch noch im Rennen! Mit 30sek Vorsprung auf den Tschechen und 90sek auf Matthias ging es auf die letzten 5km. Bei km 18 blieb der Abstand zum Tschechen konstant  und ich zog noch einmal an. Von Matthias war da nicht wirklich was zu sehen. Als ich den Zielteppich bereits sah, sagte mir deutschsprachige Zuschauer, dass ich Luft nach hinten habe, aber irgendwie kam Matthias doch noch hinten, als ich dann dabei war den Zieleinlauf zu genießen und gerade über die Ziellinie trat, kam er heran gesprintet. Das war knapp, aber irgendwann zahlt sich einmal die harte Arbeit aus. Mit dem Lauf habe ich mich heute selbst überrascht. Außerdem erzielte ich heute persönliche Bestleistungen über die Mitteldistanz mit 3std59min01sek, sowie für die 91 Radkilometer mit einem 43er Schnitt! So kann es weitergehen!
Ein großes Dank an alle, die mich unterstützen und zu mir halten, auch wenn es in letzter Zeit nicht immer so lief, wie ich es mir vorstellte bzw. ich es an manchen Tagen vielleicht auch einfach nicht abrufen konnte!

Nun noch ein großes Dank an die Organisatoren der Challenge Turku um Race-Director Heikki!
Abholung am Flughafen, für jedes Problem und jeden Wunsch ein offenes Ohr, schönes Rennen auf abwechslungsreicher Laufstrecke und schneller, flacher Radstrecke sowie super Athletenbetreuung und Unterbringung im Top-Hotel!
So konnte ich neben den Rennen auch eine sehr schöne Zeit in Finnland verbringen!

Auf dem Weg zur 2.besten Radzeit und PB Quelle:Aika-ajo.com
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Als 4. vom Rad Quelle: Aika-ajo.com 

Ersten Laufkilometer recht zäh Quelle: Challenge Turku

Finishline Quelle: privat
Finishline 2 Quelle: privat
Die besten Radzeiten kam von uns dreien :-) Quelle: privat